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Stand: 10.02.2026 14:13 Uhr 

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Die Blocklanddeponie – Bremens höchster Berg

Am Standort Blockland betreiben wir von Die Bremer Stadtreinigung (DBS) eine Deponie, eine Vorbehandlungsanlage für Schredderabfälle und mehrere Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien. Die Blocklanddeponie ist jedoch mehr als nur ein Ort zur Abfallentsorgung. Auf dem höchsten Berg Bremens gewinnen wir mithilfe von Solar- und Windkraft auch Energie. Außerdem ist er ein tolles Ausflugsziel mit einigen Attraktionen. Sie möchten wissen, wie sich die Deponie gewandelt hat? Alles zur Geschichte der Blocklanddeponie, zu unserem Panorama-Wanderweg und offizielle Zertifizierungen finden Sie hier. Außerdem können Sie sich auch die Entgeltordnung und Umwelterklärungen herunterladen.

Sie suchen etwas? Nutzen Sie dafür gern unseren Schnelleinstieg:

Alte Aufnahme der Blocklanddeponie aus dem Jahr 1975. Vor der Autobahnstrecke sind acht Container vor drei Gebäuden aufgestellt. | © Die Bremer Stadtreinigung

Historie und Wissenswertes

Die Blocklanddeponie wurde 1969 in Betrieb genommen und weist heute eine Fläche von ca. 40 Hektar auf. Hier entsorgen wir mineralische Abfälle wie Asbest und Strahlmittel.

Sie besteht aus einem Deponieabschnitt der Klasse I für gering belastete Abfälle und einem Deponieabschnitt der Klasse III für höher belastete Abfälle. Jährlich verwerten und beseitigen wir hier etwa 230.000 Megagramm, also 230 Millionen Kilogramm Abfälle. Nach derzeitiger Prognose können wir die Blocklanddeponie bis 2030 betreiben.

Auf der Blocklanddeponie lassen sich jedoch nicht nur spezielle Abfälle entsorgen. Mit der Fotovoltaikanlage am Südhang der Deponie, die eine Leistung von 840 Kilowatt-Peak aufweist, gewinnen wir im Jahr rund 850.000 Kilowattstunden Strom. Das entspricht dem Strom-Jahresverbrauch von ca. 300 Einfamilienhäusern. Vier Windräder unterstützen zusätzlich die Energiegewinnung an der Deponie. Damit erhalten wir weitere 18.800 Megawattstunden Strom im Jahr.

Mit einer Höhe von rund 50 Metern ist die Blocklanddeponie Bremens höchster Berg und seit Neuestem auch ein optimales Ausflugsziel. Den Namen „Bremens höchster Berg“ hat sich dieser Ort somit redlich verdient.

Weg von der Blocklanddeponie zur Aussichtsplattform Metalhenge. Im Hintergrund sind Windgeneratoren sichtbar. | © Die Bremer Stadtreinigung

Bremens höchster Berg

Ein Panorama-Wanderweg mit traumhaftem Blick über die Stadt

Am 16. Juli 2021 eröffneten wir den ersten rekultivierten Bauabschnitt mit einer Größe von ca. sechs Hektar. Dieser Abschnitt ist seit Juli 2009 nicht mehr im Deponiebetrieb und wurde seitdem in einem aufwendigen Verfahren rekultiviert. 

Um die Umwelt zu schützen, dichteten wir die Oberfläche des stillgelegten Teils zunächst ab, damit kein Regen mehr eindringt. Dabei hilft eine Drainage aus Kies, eine Dichtung aus einer 2,5 Millimeter starken Kunststoffdichtungsbahn sowie eine ein Meter starke Abdeckung aus Rekultivierungsboden. Die so entstandenen Flächen sind nun wieder für Mensch und Natur nutzbar.

Seitdem gibt es auf der Blocklanddeponie einiges zu sehen: Durch die Rekultivierung ist der erste Panorama-Wanderweg Bremens entstanden. Auf dessen Aussichtsplattform wartet nicht nur das Monument Metalhenge auf Sie, sondern auch ein beeindruckender Blick über Bremen. Der Aufstieg lohnt sich also!

Sie möchten mehr über die Aussichtsplattform und über die Installation von Metalhenge erfahren? Dann planen Sie ihren Besuch!

Entgeltordnung und Umwelterklärungen

Hier finden Sie eine Übersicht über unsere Umwelterklärungen und die Entgeltordnung. Jedes Dokument steht Ihnen außerdem zum Download zur Verfügung:

Entgeltordnung DK III (PDF 123KB)

Entgeltordnung 2026 Deponieklasse III

Entgeltordnung DK I 2026 (PDF 114KB)

Entgeltordnung 2026 Deponieklasse I

Umwelterklärung Berichtsjahr 2023 (PDF 2MB)

Umwelterklärung Blocklanddeponie 2023

Umwelterklärung Berichtsjahr 2021 (PDF 6MB)

Umwelterklärung Blocklanddeponie 2022

Umwelterklärung 2021 (PDF 5MB)

Umwelterklärung Blocklanddeponie 2021

Umwelterklärung 2020 (PDF 4MB)

Umwelterklärung Blocklanddeponie 2020

Umwelterklärung 2019 (PDF 2MB)

Umwelterklärung Blocklanddeponie 2019

Umwelterklärung 2018 (PDF 3MB)

Umwelterklärung Blocklanddeponie 2018

Umwelterklärung 2017 (PDF 3MB)

Umwelterklärung Blocklanddeponie 2017

Das Bild zeigt den Außeneingang der Verwaltung von Die Bremer Stadtreinigung. | © Die Bremer Stadtreinigung
Unsere Zertifizierungen

Hier finden Sie eine Übersicht unserer Zertifizierungen.

Klimaschutz auf der Blocklanddeponie

Die Bremer Stadtreinigung erfasst und verwertet seit 1993 Deponiegas. Nun wird mit einer mobilen Anlage zusätzliches Deponiegas abgesaugt und untersucht. Ziel ist es, die Nutzung von Deponiegas weiter zu optimieren und den Ausstoß klimaschädlicher Gase noch stärker zu senken.

Das Projekt mit dem Titel: „KSI: Erstellung einer Machbarkeitsstudie für die Gaserfassung und -behandlung der Blocklanddeponie“ und dem Förderkennzeichen: 67K28928 wird durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundes und dem Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) gefördert, sowie von der Zukunft – Umwelt – Gesellschaft gGmbH (ZUG) betreut.

Ziel der NKI ist es, Städte und Kommunen bei Projekten zu unterstützen, die den Ausstoß von Treibhausgasen senken. Ein Schwerpunkt der Förderung liegt auf stillgelegten Deponien. Dort sollen vor allem Methanemissionen weiter reduziert werden. Voraussetzung für die Förderung ist eine vorherige Machbarkeitsstudie, in deren Zuge seit Januar 2026 durch die Firma Rytec ein zusätzlicher Gasabsaugversuch auf der Blocklanddeponie durchgeführt wird.
Dieser Versuch ist auf eine Betriebsdauer von bis zu drei Monaten angelegt und wird mit einer mobilen Anlage durchgeführt. Nach Abschluss des Gasabsaugversuchs werden die Ergebnisse ausgewertet und förderfähige Baumaßnahmen geprüft.

 

Deponiegas als Teil des Energiekreislaufs in Bremen

Das gesammelte Deponiegas wird bereits in einem Blockheizkraftwerk zur gleichzeitigen Erzeugung von Strom und Wärme eingesetzt. Der Strom wird überwiegend direkt am Standort verbraucht, überschüssige Mengen werden in das öffentliche Stromnetz eingespeist. Die erzeugte Wärme dient im Winter zur Beheizung der Betriebs- und Verwaltungsgebäude.
Allein im Jahr 2025 erzeugte die Anlage rund 731 Megawattstunden Strom. Das entspricht dem durchschnittlichen Jahresverbrauch von etwa 300 Zwei-Personen-Haushalten.

Mit dem neuen Projekt, das bis zum 31.05.2027 gefördert wird, setzt DBS wieder ein klares Zeichen für nachhaltige Abfallwirtschaft und aktiven Klimaschutz.

Ein herzlicher Dank geht an die Unterstützung durch die NKI, das BMUKN und die ZUG.

 

Nationalen Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

www.klimaschutz.de/kommunalrichtlinie