Bremen muss den Bioabfall besser trennen!
Wieso?
Weil es gesetzliche Vorgaben gibt, an die wir uns auch in Bremen halten müssen. Die neue Bioabfallverordnung gibt seit dem 1. Mai 2025 vor, dass der eingesammelte Biomüll eine bessere Qualität haben muss.
Im Moment liegen wir nach diesen Vorgaben auf einer Skala von 1 bis 5 (1 super, 5 sehr schlecht) aber nur bei der Note 3,3, wenn man die Qualität des gesammelten Biomülls aus Bremen betrachtet.
Gelbe-Karte für zu viele Fremdstoffe
Ab dem 02. März 2026 startet die Gelbe Karten-Phase zur Kontrolle der Biotonnen im Stadtgebiet. Wenn zu viele Fremdstoffe in der Biotonne vorhanden sind, wird die Tonne zwar geleert, aber eine Gelbe Karte gut sichtbar an der betreffenden Tonne angebacht. Ab dem 2. Halbjahr 2026 lassen wir Biotonnen mit zu vielen Fremdstoffen stehen.
Wie trenne ich richtig?
Zum Glück ist es ganz einfach, Biomüll richtig zu trennen:
Das Wichtigste ist: KEIN PLASTIK! Auch nicht, wenn Deine Biomülltüten „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ sind. Nutz stattdessen einen Sammeleimer oder Papiertüten!
Außerdem gehören auch keine Metalle, Flüssigkeiten oder Restmüll in die Biotonne.
Einfach herunterladen, ausdrucken und gut sichtbar aufhängen – so passieren keine Fehler mehr.
Mit Papiertüten bleibt der Bioabfall rein!
Kauft unsere Papiertüten! Diese findet Ihr auf unseren Recycling-Stationen und könnt darin Euren Bioabfall sorglos sammeln und entsorgen!
Preis (10er-Paket): 1,40 €
Und so sammelst du richtig:
Das sind Bioabfälle:
- Balkonpflanzen
- Blumen
- Feste Essensreste, u. a. von Brot, Fisch/Fleisch (auch Gräten und Knochen), Gemüse, Obst, Salat, Kuchen, Käse, Wurst
- Gemüse-, Obst-, Eier- und Nussschalen
- Kaffeesatz und -filter
- Obstreste (auch von Zitrusfrüchten)
- Teeblätter und -beutel
Nur in kleinen Mengen:
- Gras, Laub
- Papier/Papiertüten
- Strauchschnitt
Das sind keine Bioabfälle:
- Asche
- Erde
- Flüssigkeiten
- Gemüsenetze
- Glas
- Kehricht
- Kerzenreste
- Kompostierbare oder biologisch abbaubare Kaffeekapseln
- Kompostierbare oder biologisch abbaubare PLASTIKtüten
- Kompostierbares oder biologisch abbaubares Einweggeschirr
- Leder
- Möbel- und Gartenholz
- PLASTIK
- Öle
- Sand
- Staubsaugerbeutel
- Steine
- Textilien
- Tierstreu und -kot
- Tote Tiere
- Verpackte Lebensmittel
- Watte
- Windeln und Hygieneartikel
- Zigarettenkippen
Wieso sind kompostierbare Plastiktüten nur ein Mythos?
Wer kennt es nicht? Biomülltüten werden im Supermarkt als „biologisch abbaubar“ oder „kompostierbar“ angepriesen und deshalb mit gutem Gewissen gekauft und genutzt.
Praktisch sind diese Tüten zwar, aber leider gar nicht geeignet für die Biotonne. Es stimmt zwar, dass sich diese Tüten irgendwann zersetzen – die Verrottung setzt aber erst nach sehr langer Zeit ein, wenn die normalen Bioabfälle längst kompostiert sind. Deshalb eignen sie sich weder für die Vergärung noch zur Kompostierung und müssen vorher genauso wie andere Plastiktüten technisch aussortiert werden. Das ist aber gar nicht vollständig möglich, weshalb Reste der Tüten als Mikroplastik in den Kompost und somit wieder in den Kreislauf gelangen.
Das gleiche gilt zum Beispiel auch für kompostierbare Kaffeekapseln oder Einweggeschirr aus Bambus oder Palmblättern.
Also nutzt lieber Sammeleimer oder Papiertüten!
Fragen und Antworten zur Tonnenkontrolle
Seit dem 2. März 2026 kontrollieren wir stichprobenartig die Biotonnen auf Fremdstoffe .
Was ist das Ziel?
Das Ziel ist die Verbesserung der Bioabfallqualität sowie die weitere Reduktion von Fremdstoffen in der Biotonne. Dies ist erforderlich, um eine Nachsortierung vor der Vergärung (und Kompostierung) zu vermeiden.
Wie werden die Kontrollen der Biotonnen durchgeführt?
Mit einem technischen Detektionssystem werden die Inhalte der einzelnen Biotonnen erfasst. Eine KI-gestützte Auswertung erkennt Störstoffe und gibt den Ladern bei einem hohen Anteil ein Signal. Diese Tonnen erhalten anschließend eine gelbe Karte.
Was kann ich machen um weitere gelbe Karten zu verhindern?
Ganz einfach: Keine Fremdstoffe in die Biotonne werfen.
Ich habe keine Fremdstoffe in die Biotonne geworfen. Was kann ich tun?
Am besten stellen Sie Ihre Tonnen erst kurzfrisitig bereit (bis 6 Uhr ab Abfuhrtag).
Was passiert als nächstes (nachdem ich jetzt eine gelbe Karte erhalten habe)?
Die gelbe Karte ist eine Verwarnung und die letzte Aufforderung, den Bioabfall künftig besser zu trennen. Wir haben die Tonnen dieses Mal noch mitgenommen und die Tonne kann bei der nächsten Leerung wieder bereitgestellt werden. Bitte ohne Fremdstoffe.
Ab Mitte 2026 werden „rote Karten“ verteilt. Falsch befüllte Tonnen werden dann nicht mehr geleert. Die Tonnen können entweder nachsortiert werden und zum nächsten Abfuhrtermin erneut bereitgestellt werden oder es kann eine Nachleerung als Restmüll beauftragt werden.
Werden alle Tonnen kontrolliert?
Nein, die Kontrollen werden stichprobenartig durchgeführt.